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Aufzeichnungen und Fotografien des Gefreiten der Landwehr Franz Vogt (1878−1944) aus Gesmold, Landkreis
Osnabrück, vom 2. August 1914 bis
16. Dezember 1918, herausgegeben und
kommentiert von Gisela Fleischmann

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La Grande Rue heute. Fotografie: François Gille, Matton-Clémency, 2016.

Die Abbildung im Kopf der Seite zeigt einen Ausschnitt aus einer französischen Postkarte mit französischen, belgischen und luxemburger Soldaten: Frontière franco-belge-luxembourgeoise Longwy—Arlon—Luxembourg. Postkarte: Sammlung Franz Vogt

Alle Aufzeichnungen und Zitate erscheinen in der Schreibweise der Originale.

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Franz Vogt

Gefreiter der Landwehr

1914–1918

11. Februar 1915

Heute morgen war ich mit Befehl per Rad nach Pure und Matton. Bin dann da geblieben bis heute nachmittag 4 Uhr. Bin dann nach Messincourt zurückgefahren. In Matton hab ich auch die Nichte besucht, welche mich eingeladen hatte zum Kaffee und Waffeln essen. Es war sehr schön in ihrer Wohnung, war alles äußerst reinlich. Die Sauberkeit in den Zimmern ist überhaupt bon hier in Frankreich.

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Auf dieser Karte seht ihr die Dorfstraße, wie schön hoch die Kirche da gebaut [ist]. Hinter der Kirche steigts immer höher, da befindet sich der Kirchhof, auch ungefähr 40. Gefallene, Franzosen und Deutsche, im schönen Garten. Es ist so schön hier, und müßte man nicht das Donnern höhren von Verdön. Flieger gestern über Verdön 100 Bomben geworfen. Vater Meyering tot. Bernhard in Galizien. (Postkarte: Sammlung Franz Vogt)

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