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Aufzeichnungen und Fotografien des Gefreiten der Landwehr Franz Vogt (1878−1944) aus Gesmold, Landkreis
Osnabrück, vom 2. August 1914 bis
16. Dezember 1918, herausgegeben und
kommentiert von Gisela Fleischmann

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Berliner Tageblatt, 25. März 1916

Die Abbildung im Kopf der Seite zeigt einen Ausschnitt aus einer französischen Postkarte mit französischen, belgischen und luxemburger Soldaten: Frontière franco-belge-luxembourgeoise Longwy—Arlon—Luxembourg. Postkarte: Sammlung Franz Vogt

Alle Aufzeichnungen und Zitate erscheinen in der Schreibweise der Originale.

Kontakt: mail@handschriften-lesen.de

Franz Vogt

Gefreiter der Landwehr

1914–1918

26.-28. März 1916

26. März 1916. Das Gerede geht weiter. Unsere Division soll in Ruhe kommen, mit dem ganzen 7. Artillerieregiment nach Belgien verladen werden. Man wird doch unruhig, aber es ist besser wenn’s wahr ist. Es wird Zeit, dass wir fortkommen von Don.

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Don 27. März 1916 / Liebe Mutter u. Geschw. / Das letzte Lebenszeichen aus dem schönen Don. / Franz. Fotografie: Franz Vogt

28. März 1916. Morgens schon ritt die Kolonne ab von Don. Ich werde noch mit dem Hauptmann hier bleiben, um die Kommandanturgeschichte zu regeln und zu übergeben.

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Die Quartiergeber in Don-Sainghin, li. Rosalie. Fotografie: Franz Vogt.

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Tumulte im Berliner Reichstag. Am 24. März hielt der SPD-Abgeordnete Hugo Haase eine Rede, in der er u. a. die dramatischen Ernährungsnotstände der Bevölkerung anklagte.  In der darauf folgenden Abstimmung über den sogenannten Notetat stimmten 18 SPD-Abgeordnete dagegen, während ihn die übrigen SPD-Abgeordneten  bewilligten. Diese 18 Abgeordneten wurden wegen ihres Treuebruchs in der noch am gleichen Tag stattfindenden  SPD-Fraktionssitzung aus der Partei ausgeschlossen. Sie gründeten daraufhin unter dem Vorsitz von Hugo Haase  die SAG (Sozialdemokratische Arbeitsgmeinschaft), aus der 1917 die USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) hervor ging.

 

 

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