Aufzeichnungen und Fotografien des Gefreiten der Landwehr Franz Vogt (1878−1944) aus Gesmold, Landkreis
Osnabrück, vom 2. August 1914 bis
16. Dezember 1918, herausgegeben und
kommentiert von Gisela Fleischmann

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Berliner Tageblatt, 12. März 1916
»Die Kartoffelkarte. Unterredung mit Oberbürgermeister Wermuth. – 1 Pfund Kartoffeln für den Tag und Kopf.
Auch der Kartoffelnot soll jetzt ein Ende bereitet werden. […] Die Reichskartoffelstelle ging von der Idee aus, daß ein Pfund Kartoffeln pro Tag und Kopf der Bevölkerung zu rechnen wäre. Für die ärmere Bevölkerung kann im Wege der Zusatzkartoffelkarte etwas mehr gegeben werden. […] Die Gemeinden hoffen durch diese Regelung dem unnötigen Einhamstern vieler Hausfrauen vorzubeugen. […] Die gesamte Bevölkerung müsse gleichmäßig von der Hand in den Mund leben. […] Die ganze Unterbrechung der Kartoffelzufuhr wäre nicht entstanden, wenn rechtzeitig seitens des Reichs die erforderlichen Maßregeln getroffen worden wären.«

Die Abbildung im Kopf der Seite zeigt einen Ausschnitt aus einer französischen Postkarte mit französischen, belgischen und luxemburger Soldaten: Frontière franco-belge-luxembourgeoise Longwy—Arlon—Luxembourg. Postkarte: Sammlung Franz Vogt

Alle Aufzeichnungen und Zitate erscheinen in der Schreibweise der Originale.

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Franz Vogt

Gefreiter der Landwehr

1914–1918

11. März 1916

Don 11. März 1916 / M. L.! / Umstehend die Quartiere unserer Armierungssoldaten, dieselben liegen alle in den Schleppkähnen, welche hier im Hafen stehen.

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Fotografie Franz Vogt

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Berliner Suppenküche, 1916.

 

 

Der nächste Beitrag erscheint am 21. März 2016.

 

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