Aufzeichnungen und Fotografien des Gefreiten der Landwehr Franz Vogt (1878−1944) aus Gesmold, Landkreis
Osnabrück, vom 2. August 1914 bis
16. Dezember 1918, herausgegeben und
kommentiert von Gisela Fleischmann

Die ›leichte Feldhaubitze‹ wog ca. 1,5 Tonnen. Sie musste von Pferdegespannen in Position gebracht werden. Foto: Privatbesitz


Die ›leichte Feldhaubitze‹ wog ca. 1,5 Tonnen. Sie musste von Pferdegespannen in Position gebracht werden.
Foto: Privatbesitz


Die Abbildung im Kopf der Seite zeigt einen Ausschnitt aus einer französischen Postkarte mit französischen, belgischen und luxemburger Soldaten: Frontière franco-belge-luxembourgeoise Longwy—Arlon—Luxembourg. Postkarte: Sammlung Franz Vogt.

Die Aufzeichnungen und Zitate erscheinen in der Schreibweise der Originale.

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Franz Vogt

Gefreiter der Landwehr

1914–1918

2. Dezember 1914

Wieder musste ich in Feuerstellung. Nicht zu den alten Geschützen sondern zu unseren Batterien, um Munition abzuliefern. Wir hatten einen ganz schönen Tag, konnten ziemlich unseren Launen nachgehen in Bourgogne. Kamen abends früh ins Quartier zurück, haben dann noch schönes Essen gekocht, einen Liter Rum geholt und Grog gebraut.

Im Kriege gibt’s auch heitere Stunden. Wir drehen das Grammophon auf, singen ein Stück, der Kanonendonner kann uns nicht rühren.

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