Aufzeichnungen und Fotografien des Gefreiten der Landwehr Franz Vogt (1878−1944) aus Gesmold, Landkreis
Osnabrück, vom 2. August 1914 bis
16. Dezember 1918, herausgegeben und
kommentiert von Gisela Fleischmann

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Liller Kriegszeitung 2. März 1918

Die Abbildung im Kopf der Seite zeigt einen Ausschnitt aus einer französischen Postkarte mit französischen, belgischen und luxemburger Soldaten: Frontière franco-belge-luxembourgeoise Longwy—Arlon—Luxembourg. Postkarte: Sammlung Franz Vogt.

Die Aufzeichnungen und Zitate erscheinen in der Schreibweise der Originale.

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Franz Vogt

Gefreiter der Landwehr

1914–1918

2. März 1918

Ich war heute nach Oisy-le-Verger und Ecourt St. Quentin. Man konnte scharf die Höhe von Bourlon, die der Engländer nämlich in Besitz hatte, sehen. Die Erwartung und Spannung auf die nahe Offensive ist stark. Truppen sammeln sich in beängstigender Menge.

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Postkarte: privat

»Zur finanziellen Unterstützung der großen Frühjahrsoffensive wurden die Deutschen seit März 1918 in einer breit angelegten Werbekampagne zur Zeichnung der achten Kriegsanleihe aufgerufen. Der Verein der Plakatfreunde hatte einen Wettbewerb ausgelobt, um die Kampagne propagandistisch zu unterstützen. Zwar erlangte der Entwurf des Illustrators Paul Neumann in diesem Wettbewerb nicht den ersten Preis, er war aber vom Präsidium des Vereins lobend erwähnt worden und fand weite Verbreitung. Neumanns Plakat Der letzte Hieb zeigt eine hünenhafte Soldatengestalt, die unter Einsatz aller Kräfte zum letzten, entscheidenden Schlag ausholt; das riesige Schwert scheint zu glühen. […] Die ›Operation Michael‹ begann am 21. März 1918 an der Nahtstelle zwischen der britischen und der französischen Armee im Mittelabschnitt der Somme bei St. Quentin.« Stiftung Deutsches Historisches Museum: Der Erste Weltkrieg, Berlin 2014, S. 204

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Der nächste Beitrag erscheint am 8. März 2018.

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